Europas Aufrüstung nimmt industriell immer konkretere Formen an. Neue Produktionslinien, zusätzliche Werke und steigende Auftragsbestände bei Rüstungskonzernen wie Rheinmetall (ISIN: DE0007030009) zeigen, wie stark die Kapazitäten ausgebaut werden. Doch mit jedem neuen Werk wächst eine zweite Herausforderung: Woher kommen die kritischen Rohstoffe, ohne die moderne Waffensysteme nicht produziert werden können?
Europas Aufrüstung trifft auf China-Abhängigkeit
Genau auf dieses Problem weist eine aktuelle Analyse des Danish Institute for International Studies (DIIS) hin. Demnach reichen politische Beschlüsse und höhere Verteidigungsbudgets allein nicht aus. Europas neue Rüstungskapazitäten benötigen zuverlässige Lieferketten für zahlreiche kritische Rohstoffe – und bei vielen davon spielt China eine dominante Rolle.
Besonders relevant sind Seltene Erden. Hochleistungs-Permanentmagnete werden unter anderem in Präzisionswaffen, F-35-Kampfjets und weiteren modernen militärischen Systemen eingesetzt. China dominiert große Teile der entsprechenden Wertschöpfungskette und hat in den vergangenen Jahren Exportkontrollen für Seltene Erden und andere kritische Materialien verschärft.
Damit verändert sich auch der Blick auf den Rohstoffsektor. Entscheidend ist zunehmend nicht nur, wo Seltene Erden im Boden liegen. Ebenso wichtig wird die Frage, wo sie verarbeitet und zu magnetfähigen Materialien weiterveredelt werden können.
Brasilien will eine eigene Mine-to-Magnet-Kette
An diesem Punkt wird St George Mining (ISIN: AU000000SGQ8) interessant. Das australische Unternehmen entwickelt das Araxá-Projekt im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais und hat Ende August eine Initiative vorgestellt, die deutlich über den klassischen Aufbau einer Mine hinausgeht.
Gemeinsam mit der Regierung von Minas Gerais und der brasilianischen Industriegruppe Lima & Pergher will St George die Errichtung eines neuen „Minas Gerais Rare Earths Processing Centre“ prüfen. Ziel ist eine vollständig brasilianische Mine-to-Magnet-Lieferkette – mit heimischen Rohstoffen und Verarbeitung innerhalb Brasiliens.
Das geplante Zentrum soll unterschiedliche Ausgangsmaterialien wie Seltene-Erden-Konzentrate und Mixed Rare Earth Carbonate verarbeiten und Materialien für die Magnetherstellung liefern können. Dazu gehört auch MagBras, das Brasiliens erste Produktionsanlage für Seltene-Erden-Magnete aufbaut. St George soll technisches Know-how und perspektivisch Material aus Araxá beisteuern.
Noch handelt es sich allerdings um eine geplante Entwicklung. St George und START, die Industriesparte von Lima & Pergher, prüfen eine gemeinsame Gesellschaft für Bau und Betrieb. Ein Betriebsbeginn wird für 2030 angestrebt, steht jedoch unter dem Vorbehalt von Genehmigungen und einer endgültigen Investitionsentscheidung.
111 Millionen Tonnen und ein Analystenwert von 0,45 AUD
Die Rohstoffbasis hat sich zuletzt deutlich vergrößert. Die aktualisierte Ressource von Araxá umfasst 111,2 Millionen Tonnen mit durchschnittlich 3,57 Prozent TREO und 0,57 Prozent Nb₂O₅. Davon befinden sich 75,2 Millionen Tonnen bereits in den höher eingestuften Kategorien Measured und Indicated.
MST Access sieht darin einen wichtigen Fortschritt. Die Analysten vergleichen Araxá hinsichtlich seiner Seltene-Erden-Dimension inzwischen mit den bedeutenden westlichen Lagerstätten Mountain Pass von MP Materials und Mt Weld von Lynas. Nach Berechnungen von MST enthalten die Measured-&-Indicated-Ressourcen von Araxá sogar mehr NdPr-Oxid als die entsprechenden Ressourcen dieser beiden Lagerstätten.
MST hat daraufhin seine Bewertung für St George von 0,34 auf 0,45 AUD je Aktie angehoben. Zum Zeitpunkt des Reports vom 20. August lag der Aktienkurs bei 0,085 AUD. Zu beachten ist allerdings, dass der Research-Bericht gegen eine von St George gezahlte Vergütung erstellt wurde. Zudem nennt MST ausdrücklich Risiken wie unbefriedigende metallurgische Ergebnisse oder schwächere Resultate der Wirtschaftlichkeitsstudien.
Vom Rohstoffprojekt zur Lieferkette
Auch auf Projektebene beginnt nun die nächste Phase. St George hat den formellen Umweltgenehmigungsprozess für eine mögliche Mine und Industrieanlage in Araxá gestartet. Parallel laufen die von Worley geleitete Machbarkeitsstudie und weitere metallurgische Arbeiten.
Für Anleger entsteht damit eine interessante Konstellation. Europas und Amerikas steigende Verteidigungsausgaben erhöhen nicht automatisch den Wert jedes Seltene-Erden-Projekts. Sie verschärfen aber die strategische Bedeutung unabhängiger Lieferketten.
Genau hier könnte sich für Araxá eine Chance eröffnen: große Ressourcen, eine fortschreitende Genehmigung und nun zusätzlich die Perspektive einer brasilianischen Verarbeitungskette. Ob daraus ein wirtschaftlich erfolgreicher Produzent entsteht, müssen Machbarkeitsstudien, Metallurgie, Finanzierung und Genehmigungen erst noch zeigen. Doch während Europas Rüstungskonzerne ihre Fabriken ausbauen, rückt die Frage nach der Versorgung dieser Fabriken zunehmend in den Mittelpunkt.
Quellen
https://hansa.news/tkms-order-book-grows-to-over-e25-billion/
https://rare-earth-mining.com/top-10-rare-earth-defence-applications/
https://www.stgm.com.au/
https://www.diis.dk/en/research/military-minerals-europes-new-defense-industrial-capacities-demand-reliable-supply-chains
Lassen Sie sich in den Verteiler für St George Mining oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler St George Mining“ oder “Nebenwerte”.
St George Mining
Land: Australien
ISIN: AU000000SGQ8
https://stgm.com.au
Disclaimer/Risikohinweis St George Mining
Interessenkonflikte: Mit St George Mining existiert ein entgeltlicher IR und PR-Vertrag. Inhalt der Dienstleistungen ist u.a., den Bekanntheitsgrad des Unternehmens zu erhöhen. Dr. Reuter Investor Relations handelt daher bei der Erstellung und Verbreitung des Artikels im Interesse von der St George Mining. Es handelt sich um eine werbliche redaktionelle Darstellung. Aktien von St George Mining können sich im Besitz von Mitarbeitern oder Autoren von Dr. Reuter Investor Relations – unter Berücksichtigung der Regeln der Market Abuse Regulation (MAR) befinden.
Unternehmensrisiken: Wie bei jedem Unternehmen bestehen Risiken hinsichtlich der Umsetzung des Geschäftsmodells. Es ist nicht gewährleistet, dass sich das Geschäftsmodell entsprechend den Planungen umsetzen lässt. Weitere Unternehmensrisiken können Sie auf der Webseite von St George Mining einsehen: https://www.stgm.com.au/investor-centre/investor-welcome.
Investitionsrisiken: Investitionen sollten nur mit Mitteln getätigt werden, die zur freien Verfügung stehen und nicht für die Sicherung des Lebensunterhaltes benötigt werden. Es ist nicht gesichert, dass ein Verkauf der Anteile über die Börse zu jedem Zeitpunkt möglich sein wird. Grundsätzlich unterliegen Aktien immer dem Risiko eines Totalverlustes.
Disclaimer: Alle in diesem Newsletter / Artikel veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältigen Recherchen. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber für vertrauenswürdig erachtet.
Quellen: Insbesondere werden zur Darstellung & Beurteilung der Gesellschaften Informationen der Unternehmenswebseite verfügbaren Informationen berücksichtigt. In der Regel besteht zudem ein direkter Kontakt zum Vorstand / IR-Team der jeweiligen analysierten bzw. vorgestellten Gesellschaft. Der Artikel wurde vor Veröffentlichung St George Mining vorgelegt, um die Richtigkeit aller Angaben prüfen zu lassen.
Zukunftsgerichtete Aussagen
Diese Mitteilung enthält bestimmte zukunftsgerichtete Aussagen, einschließlich Aussagen über das Unternehmen. Wo immer möglich, wurden Wörter wie „können“, „werden“, „sollten“, „könnten“, „erwarten“, „planen“, „beabsichtigen“, „antizipieren“, „glauben“, „schätzen“, „vorhersagen“ oder „potenziell“ oder die Verneinung oder andere Variationen dieser Wörter oder ähnliche Wörter oder Phrasen verwendet, um diese zukunftsgerichteten Aussagen zu identifizieren. Diese Aussagen spiegeln die gegenwärtigen Einschätzungen der Geschäftsleitung wider und basieren auf Informationen, die der Geschäftsleitung zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts vorlagen.
Zukunftsgerichtete Aussagen sind mit erheblichen Risiken, Ungewissheiten und Annahmen verbunden. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Leistungen oder Errungenschaften erheblich von den Ergebnissen abweichen, die in den zukunftsgerichteten Aussagen erörtert oder impliziert werden. Diese Faktoren sollten sorgfältig berücksichtigt werden, und der Leser sollte sich nicht in unangemessener Weise auf die zukunftsgerichteten Aussagen verlassen. Obwohl die in dieser Pressemitteilung enthaltenen zukunftsgerichteten Aussagen auf Annahmen beruhen, die das Management für vernünftig hält, kann das Unternehmen den Lesern nicht versichern, dass die tatsächlichen Ergebnisse mit diesen zukunftsgerichteten Aussagen übereinstimmen werden. Das Unternehmen ist nicht verpflichtet, diese Aussagen zu aktualisieren oder zu überarbeiten, um neuen Ereignissen oder Umständen Rechnung zu tragen, sofern dies nicht gesetzlich vorgeschrieben ist.
Verantwortlich & Kontakt für Rückfragen
Dr. Reuter Investor Relations
Dr. Eva Reuter
Friedrich Ebert Anlage 35-37
60327 Frankfurt
+49 (0) 69 1532 5857
www.dr-reuter.eu
www.small-microcap.eu
Für Fragen bitte Nachricht an e-reuter@dr-reuter.eu
Über Dr. Reuter Investor Relations: Dr. Reuter Investor Relations ist eine Investor Relations Agentur / Investor Relations Agency mit der folgenden Servicepalette: Small Cap Investor Relations, Retail Investor Relations, Privataktionäre, Institutional Investor Relations, Institutionelles Investor Relations, Finanz- Public Relations, ESG-Services, Roadshows, Investor Access, Kapitalmarkt-Compliance, Equity Research.
