Warum die Luftfahrtindustrie plötzlich über Drohnen spricht

Eve Air Mobility (ISIN: US29970N1046) meldete im April 2026 den Abschluss von 50 Testflügen mit seinem eVTOL-Prototyp. Wenige Wochen zuvor hatte Joby Aviation (ISIN: US47709G1067) den Beginn der Flugerprobung seines ersten FAA-konformen Fluggeräts bekanntgegeben. 

Beide Meldungen stammen aus einem Bereich, der in der Luftfahrt zunehmend Aufmerksamkeit erhält: Advanced Air Mobility. Gemeint sind neue Fluggeräte wie elektrische Senkrechtstarter, die für kurze Strecken und neue Einsatzprofile entwickelt werden. 

Während sich viele Projekte noch in der Entwicklung befinden, zeigen die jüngsten Fortschritte, dass mehrere Unternehmen inzwischen konkrete Flugtests und Zulassungsverfahren vorantreiben. 

Eve bringt seinen eVTOL-Prototyp in die Flugerprobung 

Eve Air Mobility entwickelt ein eigenes eVTOL-Fluggerät und veröffentlichte im April 2026 die Meldung über 50 erfolgreiche Testflüge. 

Bereits zuvor hatte das Unternehmen gemeinsam mit Embraer über Fortschritte bei den Flugversuchen berichtet. Nach Angaben von Eve dient das aktuelle Testprogramm dazu, Systeme und technische Funktionen des Fluggeräts unter realen Bedingungen zu überprüfen. 

Damit gehört Eve zu den Unternehmen, die den Schritt von der Entwicklungsphase in die praktische Flugerprobung vollziehen. 

Embraer entwickelt mehr als nur ein Fluggerät 

Hinter Eve steht mit Embraer (ISIN: US29082A1079) einer der größten Flugzeughersteller der Welt. Nach Angaben des Unternehmens umfasst das Projekt nicht nur die Entwicklung des eVTOLs selbst. Gleichzeitig arbeitet Eve an Dienstleistungen, Betriebskonzepten und Lösungen für das Management künftiger Luftverkehrsstrukturen. 

Der Ansatz zeigt, dass sich die Entwicklung nicht auf das Fluggerät allein beschränkt. Parallel entstehen Systeme und Prozesse, die für einen späteren Betrieb erforderlich sein könnten. 

Joby arbeitet am nächsten Schritt Richtung Zulassung 

Auch Joby Aviation meldete zuletzt wichtige Fortschritte. Im März 2026 begann das Unternehmen mit der Flugerprobung seines ersten FAA-konformen Fluggeräts im Rahmen des Type-Inspection-Authorization-Prozesses. Nach Angaben von Joby stellt dies einen wichtigen Schritt innerhalb des Zulassungsverfahrens dar. 

Zusätzlich kündigte das Unternehmen Vorbereitungen für erste Einsätze im Rahmen eines US-Regierungsprogramms an. Die aktuellen Entwicklungen bei Eve und Joby zeigen, dass sich mehrere Projekte inzwischen auf Flugtests und regulatorische Verfahren konzentrieren. 

Neue Fluggeräte brauchen erfahrene Industriepartner 

Die Entwicklung neuer Fluggeräte beschränkt sich nicht auf die Unternehmen, die später als Betreiber oder Hersteller auftreten. 

Für zahlreiche Systeme und Komponenten arbeiten die Projekte mit Industriepartnern zusammen, die bereits seit vielen Jahren in der Luftfahrt tätig sind. Dazu gehören Unternehmen, die Steuerflächen, Strukturbauteile oder andere flugrelevante Komponenten entwickeln und produzieren. 

Gerade in dieser Phase der Entwicklung entstehen Schnittstellen zwischen neuen Flugzeugkonzepten und etablierten Zulieferern. 

FACC liefert zentrale Steuerungsflächen für das Eve-Programm 

Zu diesen Unternehmen gehört die FACC AG (ISIN: AT00000FACC2). Das österreichische Unternehmen erhielt von Eve Air Mobility den Auftrag zur Entwicklung und Produktion mehrerer wesentlicher Komponenten für das eVTOL-Programm. Dazu gehören nach Unternehmensangaben das Höhenleitwerk, das Seitenleitwerk mit beweglichen Steuerflächen sowie Querruder. 

Das von FACC genannte Vertragsvolumen liegt im hohen zweistelligen Millionenbereich. Damit ist das Unternehmen an einem Projekt beteiligt, das außerhalb klassischer Verkehrsflugzeugprogramme angesiedelt ist und einen anderen technologischen Ansatz verfolgt. 

Für FACC entsteht ein zusätzliches Technologiefeld neben der klassischen Luftfahrt 

FACC ist vor allem als Zulieferer für Programme unter anderem von Airbus, Boeing und Embraer bekannt. Der Auftrag von Eve zeigt jedoch, dass das Unternehmen seine Luftfahrtkompetenz nicht ausschließlich in traditionellen Verkehrsflugzeugprogrammen einsetzt. Mit dem eVTOL-Projekt ist FACC auch an einem Flugzeugkonzept beteiligt, das sich in mehreren Punkten von klassischen Passagierflugzeugen unterscheidet. 

Damit erweitert sich das Spektrum der Programme, an denen das Unternehmen beteiligt ist. 

Die Entwicklung verläuft parallel zum bestehenden Geschäft mit internationalen Flugzeugherstellern und zeigt, dass neue Luftfahrtkonzepte zunehmend auf bestehende Industriepartner zurückgreifen. 

Aus Konzepten werden konkrete Industrieprojekte 

Die jüngsten Meldungen von Eve und Joby zeigen, dass Advanced Air Mobility inzwischen stärker von Flugtests, Entwicklungsaufträgen und regulatorischen Verfahren geprägt wird. 

Für Unternehmen wie FACC bedeutet das, dass neue Flugzeugkonzepte nicht nur ein Technologiethema darstellen. Sie führen auch zu konkreten Entwicklungs- und Produktionsaufträgen innerhalb der Luftfahrtindustrie. 

Ob und in welchem Umfang sich dieser Markt langfristig entwickelt, lässt sich heute noch nicht beurteilen. Die aktuellen Projekte zeigen jedoch, dass mehrere Unternehmen bereits an konkreten Fluggeräten arbeiten und dabei auf Partner aus der etablierten Luftfahrtindustrie zurückgreifen. 


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FACC 
ISIN: AT00000FACC2 
WKN: A1147K 
https://www.facc.com

Quellen
https://www.eveairmobility.com/eve-air-mobility-builds-flight-test-momentum-with-50-successful-flights/

https://www.embraer.com/media-center/en/?detail=24808&mediatype=NEWS

https://ir.eveairmobility.com

https://www.jobyaviation.com/news/joby-s-first-faa-conforming-aircraft-takes-flight

https://ir.jobyaviation.com/news-events/press-releases/detail/175/joby-to-begin-u-s-operations-in-2026-under-white-house-air

https://www.facc.com/en/news/facc-develops-and-manufactures-essential-components-for-eve-air-mobilitys-evtol

https://press.facc.com/news-facc-develops-and-manufactures-essential-components-for-eve-air-mobilitys-evtol?id=187978&l=english&menueid=

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