Europas Energieversorger

Die europäische Energiewende schreitet mit hohem Tempo voran. Windkraft- und Photovoltaikanlagen prägen vielerorts bereits das Landschaftsbild, gleichzeitig wächst die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien kontinuierlich. Doch für Energieunternehmen reicht es heute längst nicht mehr aus, auf eine einzelne Technologie zu setzen. Gefragt sind ausgewogene Erzeugungsportfolios, in denen Windkraft, Solarenergie, Wasserkraft und Biomasse ihre jeweiligen Stärken miteinander verbinden. 

Diese Entwicklung prägt die Strategien der großen europäischen Energieversorger. RWE (ISIN: DE0007037129) erweitert seine Kapazitäten in Wind- und Solarenergie kontinuierlich, Iberdrola (ISIN: ES0144580Y14) investiert weltweit in ein breit diversifiziertes Portfolio erneuerbarer Energien und die Verbund AG (ISIN: AT0000746409) ergänzt ihre starke Wasserkraftbasis zunehmend durch Wind- und Photovoltaikprojekte. E.ON (ISIN: DE000ENAG999) selbst betreibt zwar kaum eigene Erzeugungsanlagen, schafft mit dem Ausbau und der Digitalisierung seiner Stromnetze jedoch die Infrastruktur, damit der wachsende Anteil erneuerbarer Energien zuverlässig integriert werden kann. Auch die EVN AG (ISIN: AT0000741053) entwickelt ihren Erzeugungsmix kontinuierlich weiter und verfolgt einen technologieoffenen Ansatz. 

Europas Stromversorgung wird vielfältiger 

Der Wandel zeigt sich inzwischen im gesamten europäischen Stromsystem. Nach dem aktuellen European Electricity Review des Think Tanks Ember stammten 2025 rund 47,7 Prozent der Stromerzeugung in der Europäischen Union aus erneuerbaren Energiequellen. Wind- und Solarenergie erreichten zusammen rund 30 Prozent und erzeugten damit erstmals mehr Strom als fossile Energieträger. Wasserkraft und Biomasse bleiben dabei wichtige Säulen einer stabilen Energieversorgung. 

Der Grund liegt in den unterschiedlichen Eigenschaften der einzelnen Technologien. Photovoltaikanlagen liefern insbesondere während der Sommermonate hohe Strommengen. Windkraft erreicht häufig im Winterhalbjahr ihre höchsten Erträge. Wasserkraft kann flexibel auf Veränderungen im Strombedarf reagieren, während Biomasse im Gegensatz zu wetterabhängigen Energiequellen bedarfsgerecht Strom und Wärme bereitstellen kann. 

Erst das Zusammenspiel dieser unterschiedlichen Technologien ermöglicht eine sichere, wirtschaftliche und zunehmend klimafreundliche Energieversorgung. 

Europas Energieversorger setzen auf Diversifikation 

Die Strategien der großen europäischen Energieunternehmen spiegeln diese Entwicklung wider. 

RWE baut sein Portfolio aus Onshore- und Offshore-Windparks sowie Photovoltaikanlagen kontinuierlich aus und ergänzt dieses zunehmend durch Speicherlösungen. Iberdrola investiert parallel in Windenergie, Solarparks und Wasserkraft und verbindet diese mit leistungsfähiger Netzinfrastruktur. Die Verbund AG erweitert ihre traditionell starke Wasserkraftbasis gezielt um Wind- und Photovoltaikprojekte und schafft dadurch ein breiter aufgestelltes Erzeugungsportfolio. 

Die Entwicklung zeigt, dass der Erfolg der Energiewende künftig nicht von einer einzelnen Technologie abhängt. Entscheidend wird vielmehr ein ausgewogener Erzeugungsmix sein, der unterschiedliche erneuerbare Energiequellen intelligent miteinander verbindet. 

Die EVN verfolgt einen technologieoffenen Ausbaukurs 

Auch die EVN entwickelt ihre erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung kontinuierlich weiter. 

Neben dem Ausbau der Windkraft investiert das Unternehmen in Photovoltaikprojekte und entwickelt seine Wasserkraftanlagen weiter. Gleichzeitig bleibt Biomasse ein wichtiger Bestandteil der Energieversorgung. Anders als häufig angenommen handelt es sich dabei nicht um eine neue Technologie. Biomasse gehört seit Jahrzehnten zur österreichischen Energieversorgung und ist auch bei der EVN seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Portfolios. 

Heute betreibt die EVN mehr als 80 Biomasse-Fernwärmeanlagen sowie Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Sie versorgen Städte und Gemeinden mit Naturwärme und nutzen überwiegend regional verfügbare Biomasse sowie kurze Transportwege. Damit verbindet die EVN ökologische Aspekte mit einer regional ausgerichteten Wärmeversorgung. 

Mit diesem technologieoffenen Ansatz kombiniert die EVN Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse zu einem breit diversifizierten Portfolio erneuerbarer Energien. 

Ein ausgewogener Erzeugungsmix wird zum Wettbewerbsvorteil 

Mit der zunehmenden Elektrifizierung von Mobilität, Industrie und Wärmeerzeugung steigt der Strombedarf in Europa weiter an. Gleichzeitig werden wetterabhängige Energiequellen künftig einen immer größeren Anteil an der Stromversorgung übernehmen. 

Für Energieunternehmen gewinnt deshalb die Kombination verschiedener Technologien zunehmend an Bedeutung. Unterschiedliche Erzeugungsarten ergänzen sich über den Tages- und Jahresverlauf, reduzieren Abhängigkeiten von einzelnen Wetterlagen und schaffen die Grundlage für eine stabile Energieversorgung. 

Der Ausbau erneuerbarer Energien bedeutet deshalb nicht nur den Bau zusätzlicher Anlagen, sondern vor allem den Aufbau eines ausgewogenen und widerstandsfähigen Energiesystems. 

Fazit 

Die europäische Energiezukunft wird künftig nicht von einer einzelnen Technologie geprägt, sondern vom intelligenten Zusammenspiel verschiedener erneuerbarer Energien. Während Unternehmen wie RWE, Iberdrola und Verbund ihre Erzeugungsportfolios kontinuierlich diversifizieren und E.ON die notwendige Netzinfrastruktur ausbaut, verfolgt auch die EVN einen technologieoffenen Ansatz. 

Mit Investitionen in Windkraft, Photovoltaik, Wasserkraft und Biomasse entwickelt die EVN AG (ISIN: AT0000741053) ihren Erzeugungsmix kontinuierlich weiter. Damit folgt das Unternehmen einem europäischen Trend, bei dem Versorgungssicherheit, Klimaschutz und ein ausgewogenes Portfolio erneuerbarer Energien Hand in Hand gehen.


Lassen Sie sich in den Verteiler für EVN oder Nebenwerte eintragen. Einfach eine E-Mail an Eva Reuter: e-reuter@dr-reuter.eu mit dem Hinweis: „Verteiler EVN“ und/oder „Nebenwerte“.  

Quellen:

EVN
Ganzheitsbericht 2024/25
Aktionärsbrief 1. Halbjahr 2025/26
Strategie 2030
Investor Relations
https://www.evn.at/home/investor-relations

Ember
European Electricity Review 2026
https://ember-energy.org/latest-insights/european-electricity-review-2026/

IRENA
Renewable Capacity Statistics 2026
https://www.irena.org/Publications

RWE
Growing Green Strategy
Annual Report
https://www.rwe.com

Iberdrola
Renewables Business
Integrated Report
https://www.iberdrola.com

Verbund AG
Unternehmensstrategie
Erneuerbare Energien
https://www.verbund.com

E.ON
Energy Infrastructure & Grids
https://www.eon.com

Bioenergy Europe
Bioenergy Statistics Report
https://bioenergyeurope.org

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